Querversetzung in Hessen:

Bei der Querversetzung handelt es sich eigentlich um keine Frage der Versetzung, sondern um die Frage, ob der Schüler eine bestimmte Schulform verlassen muß.

Querversetzung und normative Regelung:

Die Querversetzung wird in § 75 HSchG und § 18 Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses geregelt:

  • Die Schüler können in der Schulform abgestuft werden, d.h. vom Gymnasium in die Realschule oder von der Realschule in die Hauptschule.
Die normativen Vorgaben sind sehr schwammig, nämlich dann, wenn eine erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht des gewählten Biildungsganges nicht zu erwarten ist und die Wiederholung der Jahrgangsstufe im selben Bildungsgang die Schülerin oder den Schüler in der Entwicklung erheblich beeinträchhtigen würde.

Ausgangspunkt sind zwar die Noten, hinzu kommen aber schwammige Vorgaben, die auch pädagogisch aufgefüllt werden und damit ein erhebliches Mißbrauchspotential enthalten...

Querversetzung und Rechtsschutz:

Da auf diese Weise das uneingeschränkte Elternrecht der Grundschulempfehlung ausgehöhlt werden kann, wehren sich Eltern üblicherweise gegen eine solche Abstufung, die formal-rechtlich einen Verwaltungsakt darstellt.

  • D.h. es sind Widerspruch und Anfechtungsklage möglich.
  • Da die Zeit meist drängt und eine aufschiebende Wirkung durch die Rechtsmittel nicht eintritt, ist zudem notfalls auch ein Eilverfahren vor den Verwaltungsgerichten notwendig.

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